Innovative Studie: Chemische Bildgebung enthüllt verborgene Aspekte der ägyptischen Kunst

von Tatsuya Nakamura
5 Kommentare
Ancient Egyptian Art

Eine Studie mit tragbarer chemischer Bildgebungstechnologie hat bisher ungesehene Veränderungen in altägyptischen Gemälden aufgedeckt, was auf die Existenz tieferer historischer und symbolischer Elemente schließen lässt. Diese Studie wurde von Philippe Martinez von der Sorbonne-Universität in Frankreich geleitet und in Zusammenarbeit mit der Universität Lüttich in Belgien durchgeführt.

Die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichte Studie nutzte tragbare chemische Bildgebung, um Gemälde in ihrer ursprünglichen Umgebung zu analysieren, Einblicke in die Zusammensetzung und Schichtung der Farbe zu gewinnen und Änderungen an diesen antiken Kunstwerken zu identifizieren.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehörten Veränderungen an zwei Gemälden aus Grabkapellen in der thebanischen Nekropole aus der Ramessidenzeit. Das erste Gemälde zeigte eine veränderte Positionierung des Arms einer Figur, während das zweite mehrere Anpassungen der Krone und anderer königlicher Insignien in einer Darstellung von Ramses II. enthüllte.

Diese Ergebnisse stellen die vorherrschende Annahme in Frage, dass solche Veränderungen in der antiken Kunst selten seien, und unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen. Die Studie zeigt die Wirksamkeit der tragbaren chemischen Bildgebung bei der Analyse antiker Gemälde vor Ort und ermutigt zu einem umfassenderen Einsatz dieser Technologie in zukünftigen Forschungen.

Diese Forschung wurde von verschiedenen Institutionen unterstützt, darunter dem DIM Analytics-Projekt IMAPAT, Ile-de-France, der Nationalen Forschungsagentur im Rahmen des Future Investments-Programms und dem belgischen Bundesamt für Wissenschaftspolitik im Rahmen des FED-tWIN-Programms.

Weitere Informationen zu dieser bahnbrechenden Forschung finden Sie im PLOS ONE-Zeitschriftenartikel mit dem Titel „Hidden mysteries in old Egyptian painting from the Theban Necropolis failed by in-situ XRF cancer“, veröffentlicht am 12. Juli 2023.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur altägyptischen Kunst

Was verrät die aktuelle Studie über ägyptische Gemälde?

Die Studie deckt bisher verborgene Veränderungen in altägyptischen Gemälden auf und deutet auf tiefere historische und symbolische Schichten hin. Dies wurde durch den Einsatz tragbarer chemischer Bildgebungstechnologie erreicht.

Wer hat die Studie über ägyptische Gemälde durchgeführt und wo wurde sie veröffentlicht?

Die Studie wurde von Philippe Martinez von der Universität Sorbonne in Frankreich in Zusammenarbeit mit der Universität Lüttich in Belgien geleitet und in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

Welche bedeutenden Erkenntnisse wurden in den ägyptischen Gemälden gemacht?

Zu den zwei wichtigsten Erkenntnissen gehörten die Veränderung der Position des Arms einer Figur auf einem Gemälde und Anpassungen der Krone und der königlichen Insignien auf einem Porträt von Ramses II. auf einem anderen, was auf Veränderungen der symbolischen Bedeutung im Laufe der Zeit hinweist.

Wie verändert diese Studie unser Verständnis der altägyptischen Kunst?

Die Studie stellt die Annahme in Frage, dass Veränderungen an altägyptischen Gemälden selten seien, und unterstreicht die Bedeutung der In-situ-Analyse mithilfe tragbarer chemischer Bildgebungstechnologie für ein tieferes Verständnis dieser Kunstwerke.

Welche Technologie wurde bei dieser Studie ägyptischer Gemälde verwendet?

Mithilfe tragbarer chemischer Bildgebungstechnologie wurden die Zusammensetzung und Schichtung der Farbe analysiert und Veränderungen in den Gemälden in ihrem ursprünglichen Kontext identifiziert.

Welche Bedeutung hat diese Forschung für zukünftige Studien zur antiken Kunst?

Die Ergebnisse sprechen für eine systematischere und gründlichere Untersuchung ägyptischer Gemälde mittels physikalisch-chemischer Charakterisierung und unterstreichen das Potenzial tragbarer chemischer Bildgebung in der kunsthistorischen Forschung.

Mehr über altägyptische Kunst

  • PLUS EIN Zeitschriftenartikel
  • Forschung der Universität Sorbonne
  • Zusammenarbeit mit der Universität Lüttich
  • Tragbare chemische Bildgebungstechnologie
  • Ramses II. Kunstanalyse
  • Studie zu Gemälden der thebanischen Nekropole
  • Altägyptische Kunstgeschichte

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5 Kommentare

Sarah Brown Dezember 19, 2023 - 8:51 pm

Irgendwie fragt man sich, was sonst noch in der Kunst der Vergangenheit verborgen ist. Vielleicht warten noch weitere Geheimnisse darauf, entdeckt zu werden!

Antwort
Jane Smith Dezember 20, 2023 - 5:35 am

Das ist faszinierend! Es ist, als würden wir die Geschichte noch einmal neu entdecken ... Wer wusste, welche Geheimnisse diese Gemälde bergen?

Antwort
John Doe Dezember 20, 2023 - 9:51 am

Wow, ich hätte nie gedacht, dass man in alten Gemälden wie diesem etwas Neues entdecken kann, die Technologie ist heutzutage erstaunlich!

Antwort
Alex Lee Dezember 20, 2023 - 10:16 am

Philippe Martinez scheint bahnbrechende Arbeit zu leisten, ich muss mir mehr über seine Forschung ansehen.

Antwort
Mike Johnson Dezember 20, 2023 - 1:05 pm

Interessant, aber ich bin neugierig, wie sie mit diesem chemischen Imaging-Zeug sicherstellen, dass die Gemälde nicht beschädigt werden?

Antwort

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